Die Radfahrausbildung muss weiter gesichert werden

Die Radfahrausbildung muss weiter gesichert werden
2017-08-09

Der Staatsminister des Innern Herr Markus Ulbig hat zwei mobile Kindergarten- und eine Jugendverkehrsschule zusammen mit der Landesverkehrswacht Sachsen e.V. übergeben. (Chemnitz/Dresden, 09.08.17) Heute hat Markus Ulbig (CDU), Staatsminister des Innern, eine mobile Jugendverkehrsschule an die Verkehrswacht Niederschlesische Oberlausitz e.V. und zwei mobile Kindergartenverkehrsschulen an die Verkehrswachten Oschatz e.V. und Stadt Chemnitz e.V. übergeben. Die Veranstaltung fand auf dem Gelände der Kindertagesstätte „kikkif@x“ in Chemnitz statt. Die Kinder nutzten gleich die Gelegenheit, sich mit dem Parcours der neuen Verkehrsschule spielerisch auf den Straßenverkehr vorzubereiten.

Der Freistaat Sachsen unterstützt mit Fördermitteln die Verkehrssicherheitsarbeit der Landesverkehrswacht Sachsen e.V. (LVW). Damit wird besonders die Verkehrserziehung in den Kindergärten und den Grundschulen gefördert.

  • Übergabe KVS An VW Oschatz e.V.
  • Übergabe KVS an VW Stadt Chemnitz e.V.

Staatsminister Markus Ulbig freute sich über die mittlerweile langjährige Tradition, die Verkehrsschulen zusammen mit der LVW zu übergeben: „Die Sicherheit unserer Kinder liegt mir besonders am Herzen. Kinder sind die schwächsten Verkehrsteilnehmer und täglich einem großen Risiko ausgesetzt. Es ist unsere Pflicht, sie auf die Herausforderungen im Straßenverkehr vorzubereiten. Daher müssen wir vor allem die Radfahrausbildung für die Zukunft sichern.“Weiter bedankte er sich für das Engagement der gemeinnützigen Verkehrswachtvereine.

Der neue Präsident der LVW Herr Andreas Nowak MdL unterstrich das wichtige Signal, dass der Innenminister zur Bedeutung der Verkehrserziehung setzte. Denn ein beständiges Problem ist die Finanzierung der Radfahrausbildung, die mit der Jugendverkehrsschule realisiert wird. „In manchen Landkreisen klemmt es, unter anderem in Leipzig und Nordsachen. Momentan gehe ich auf die Verantwortlichen in den Kommunen zu und finde mit ihnen heraus, warum es woanders besser läuft. Ich bin überzeugt, landesweit bald gleich gute Lösungen zu finden.“ Er betonte auch:  „Es geht nicht um viel Geld. Doch der Gewinn hinter jedem investierten Euro in die Sicherheit der Kinder ist enorm.“

Mit 70.000,00 Euro hat das Land Sachsen einen großen Anteil für die Anschaffung der mobilen Verkehrsschulen geleistet, die restlichen 20 Prozent wurden von den jeweiligen Verkehrswachten aufgebracht. Die Fahrzeuge sind mit dem vollständigen Equipment für den Aufbau einer Verkehrsschule, wie Ampelanlagen, Verkehrszeichen und Fahrrädern, ausgestattet. Auch der Baubürgermeister der Stadt Chemnitz, Herr Michael Stötzer freute sich über die Förderung seitens des Freistaates und anstehende Schulungen durch die LVW. Denn egal ob in der Stadt oder auf dem Land – Kinder lernen immer weniger, eigenständig am Verkehr teilzunehmen. Andreas Nowak: „Im Gespräch mit Erziehern höre ich immer, dass die meisten Kinder mit dem Auto in die Kita oder die Schule gefahren werden. So lernen sie nicht, Gefahrensituationen wahrzunehmen oder gar vorausschauend zu handeln. Deshalb müssen wir die Verkehrserziehung und -aufklärung in Kindergärten und Grundschulen sicherstellen.“ Insgesamt hat die LVW jetzt 24 Jugendverkehrsschulen und 14 Kindergartenverkehrsschulen in Sachsen im Einsatz.

Bei Fragen steht Ihnen gern Helmut Büschke, Geschäftsführer LVW, zur Verfügung.
Kontakt: bueschke@lvw-sachsen.de / 0351- 563 30 35